Blogtour „Die Legende von Oasis“ – Tag 4

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Herzlich Willkommen!

Heute ist der 4. Tag der Blog-Tour  für
„Die Legende von Oasis“
einem Roman von Janine Tollot.

Als Janine Tollot gefragt hatte, wer Lust hätte eine Blog-Tour mit ihr zu machen, habe ich mich sofort gemeldet.
Schließlich geht es hier um die Ozeane und ihre Bewohner. Ein Thema, das mir ganz besonders am Herzen liegt.

Doch nun zum Buch. Hier erst einmal der Klappentext:

Brielle ist ein rebellisches Mädchen, das ihr Leben auf einem Segelschiff verbringt und täglich auf der Suche nach Abenteuern ist. Seit Kindertagen träumt sie davon, so wie die Orkusianer, eine Fischflosse zu haben und durch die Meere von Oasis zu schwimmen. Eines Tages macht sie unter Deck eine grausige Entdeckung: ein Gefangener, von dem niemand sonst auf dem Schiff zu wissen scheint. Dieser behauptet, der vergessene Gott Isea und König der Orkusianer zu sein. Brielles Mutter, so behauptet er, die selbst eine Göttin sei, habe ihn gefangen genommen, um sich an ihm zu rächen.
Brielle ist misstrauisch, aber könnte Isea ihre Chance sein, um endlich eine Orkusianerin zu werden – ihre Chance auf Freiheit?
Doch sie hat keine Zeit, ihre Entscheidung zu überdenken, denn sie wird vom Strudel der Ereignisse mitgerissen. Die zornige Göttin Este rüstet zum Krieg, um die sechs Unterwasserreiche von Oasis zu zerstören. Und Brielle findet sich plötzlich inmitten eines schrecklichen Feldzugs wieder – angefacht von ihrer eigenen Mutter.

Bist du neugierig geworden?
Dann lasse dich erst einmal in die Unterwasserwelt entführen, mit all seinen atemberaubenden Bewohnern und wie sie entstanden ist.

Ozeanologie für Dummies – oder: Wie mein Roman entstand – Teil 3

Interessante Fakten der Meere:

1. Meeresleuchten

Das sind Lichterscheinungen im offenem Meer und an den Küsten durch Biolumineszens (Erklärung weiter unten). Es ist eine Ansammlung von Mikroorganismen – Dinoflagellate genannt. Diese sind grün, rot oder blau. Manchmal sind diese Algenteppiche so groß, dass man sie sogar vom Weltraum aussehen kann. Zudem sind sie die Basis in der Ernährungspyramide der Ozeane und dort finden auch die bekannten Massenfressereien statt. In „Die Legende von Oasis“ nehmen die Orkusianer Brielle und Rahes an so einem Festschmaus teil.

Meeresleuchten

  1. Biolumineszens

Als die Orkusianerin Brielle zum ersten Mal in die Tiefen des Meeres abtaucht, lernt sie die Schönheit und Sonderheit der Biolumineszenz kennen. Weil dieses Wort ein furchtbarer Zungenbrecher ist und um der Verständlichkeit willen, habe ich im Buch stattdessen den Begriff „lichterzeugend“ verwendet. Diese leuchtenden Organismen erzeugen selbst Licht, entweder mit speziellen Leuchtorganen (Photophoren genannt) oder durch die Aufnahme von biolumineszenter Bakterien in ihr Gewebe. Wie das Licht entsteht, ist eine chemische Reaktion und um das näher zu erklären, müsste ich ins Fachchinesisch wechseln. In der Tiefsee sind etwa 75 bis 80 Prozent aller Arten Lichterzeuger. Die Leuchtorgane variieren in Größe, Form, Farbe und Lage, sodass verschiedene Arten und sogar Geschlechter ihre eigenen Schlüsselsignale haben.

Biolumineszierende Quallen:
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  1. Pfiesteria

Das ist eine tödliche Waffe, welche die Göttin Este einsetzt, um das tropische Korallenriff Antinas und all seine Bewohner zu vernichten. Aber was genau ist die Pfiesteria? Es sind Algenblüten, die einen sehr komplexen Lebenszyklus haben. Sie können sich in 24 verschiedenen Stadien und Formen hin und her bewegen und erbeuten Fische, die 10`000 Mal größer sind als sie selbst.

Sie leben in langsam fließenden, den Gezeiten ausgesetzten Flussmündungen im Brackwasser. Dort lauern sie im Schlamm und warten auf vorbeischwimmende Fische. Etwas, das der Fisch aussondert, weckt die Algenblüten auf und verwandelt sie in Dinoflagellate (halb Pflanze, halb Tier). Angetrieben durch lange Geißeln, schwimmt die Pfiesteria auf die Beute zu. Hier sondert sie einen Giftstoff ab, der die Atmung des Fisches lähmt. Er stirbt an Erstickung. Die Lähmung hindert ihn zudem an der Flucht. Wunden entstehen in dem Schuppenkleid, die Haut löst sich auf und der Fisch stirbt. Dann verwandelt sich die Dinoflagellate in eine Amöbe, damit sie besser auf dem toten Fisch herumkrabbeln und die abgelösten Hautfetzen fressen kann. Ist das nicht faszinierend?

Der extravagante Lebenszyklus der Pfiesteria:

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Quelle: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRTbPJMw2cxSjkvGLJUhuTgaqxenzP6ubbhBfB3mFL-SgipXqMp0w

  1. Hast du gewusst, dass es auch im Meer Wetter und Jahreszeiten gibt?

An Kontinentalhängen lösen starke abyssische Strömungen gewaltige Wirbeln aus – analog der Hurrikans in der Atmosphäre – die die Hänge entlangfegen und das Sediment tagelang aufwühlen. Mächtige Schlammwolken werden ins Wasser getrieben und verwandeln den Meeresboden beim Absetzen in eine Gegend, die wie eine geputzte Schiefertafel aussieht.

Dann: Plankton blüht im Frühjahr und stirbt in großen Mengen, sobald der Sommer kommt. Der Detrius ist nicht länger ein Schneefall, sondern ein Schneesturm und sinkt in mächtigen Schüben in die Tiefe. Er fällt so schnell, dass er noch grün unten ankommt und sich als flockige Matten auf den Hängen von Vulkanen, in Furchen und Senken ablegt und sie stauen sich sogar zu Hügeln auf.

Meeresschnee:

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Quelle: https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT6y4-VkepBWExamrPg5fSodQ_9vsX6GSVO79jQoHvdXOBm-hH4

  1. Der Mittelozeanische Rücken

Das ist ein langes, submarines Gebirge (das längste der Welt), eine Kette aus Vulkanen, die sich mehrere zehntausend Kilometer lang wie eine Naht um die Erde zieht. Noch kein Mensch hat einer dieser Gipfel erklommen. In Oasis gibt es aus so eine Bergkette, nur nenne ich diese „Ozeanische Bergrücken“. Weil hier ständig Lava ausgespeiht wird, ist dies die Geburtsstätte von neuem Meeresboden.

Diese Grafik zeigt, wie sich die verschiedenen tektonischen Platten bewegen:

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  1. Und somit kommen wir zu der Faszination der Plattentektonik

Die Mittelozeanischen Rücken bilden die Scheitelzone, von wo aus zwei tektonische Platten auseinanderdriften. Das kommt daher, weil sich die Rifts (vulkanische Spalten) ständig mit Magma füllen, welches aus dem heißen Gesteinsmantel der Erde quillt und dadurch weitet sich der Meeresboden aus. Und dies wiederum bewirkt, dass sich die tektonischen Platten (10-100 Km dick) in unglaublicher Langsamkeit wie Eisbrecher ihre Wege über den Meeresboden bannen. Und wenn sie dann auf einen Kontinent treffen, gleitet die Platte in einen Tiefseegraben hinab und zurück in den Erdmantel, wobei er die übrige Platte mitzieht. Das ist das größte Recycling-System der Welt!

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  1. Die Meere enthalten zirka 1
    `370 Millionen Kubikkilometer Wasser.
    Davon sind 30 Millionen Tonnen Salz pro ein km3 gelöst. Die durchschnittliche Tiefe beträgt 3`970 Meter. An der tiefsten Stelle könnte das Meer das höchste Gebirge der Welt aufnehmen und es wäre noch immer zwei Kilometer unter der Meeresoberfläche.

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  1. Die tiefste, bekannteste Stelle der Erde ist das Challenger-Deep, auch Marianen- Graben genannt. Es befindet sich im Pazifik und reicht 11`040 Meter tief.

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Quelle: http://deepseachallenge.com/wp-content/uploads/2012/03/mariana-trench-graphic-30812.jpg


  1. Wasser tritt als einziges Element der Erde in drei natürlichen Zuständen auf: fest, flüssig und gasförmig. Eis ist weniger dicht als Wasser, was bei allen anderen Elementen des Periodensystems genau umgekehrt ist.

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  1. Hast du gewusst, dass sich der atlantische Ozean jedes Jahr um zwei Zentimeter vergrößert? Und dies auf Kosten des Pazifischen Ozeans, der deswegen kleiner wird. Irgendwann wird der Pazifik verschwunden sein, wie die untergegangene Tethys. Siehe dazu die Weltkarte der Kreidezeit, aber wenn du mehr über diesen Ozean wissen möchtest, kannst du das jetzt selbst googeln 😉

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Und hier kommt nun das Gewinnspiel!

Zu gewinnen gibt es je ein Taschenbuch von „Die Legende von Oasis“ pro Blog-Beitrag. Was du dafür tun musst: Bitte kommentiere diesen Beitrag, egal ob kurz oder lang, und beantworte folgende Frage: Welcher dieser zehn Fakten hat dich am meisten fasziniert?

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Teilnahmebedingungen:

  • Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich. Falls du unter 18 Jahre alt bist, musst du dir die Erlaubnis des Erziehungsberechtigten einholen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Keine Barauszahlung der Gewinne
  • Als Teilnehmer am Gewinnspiel erklärst du dich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin im Gewinnfall übersendet werden darf und dein Name als Gewinner bekannt gegeben wird.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedenen Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel endet am 29.07.2016 um 23:59 Uhr

 

Morgen, also am Freitag, den 29.07.2016 ist der letzte Tag der Blogtour:
Die Figuren in „Die Legende von Oasis“ bei  fantworld-buch.jimdo.com

Du glaubst, du hast etwas verpasst? Die Faszination hat von dir Besitz ergriffen?
Dann besuche die vorherigen Blog-Berichte:

Montag, 25.07.16 Interview mit der Autorin bei wildbookheart.blogspot.de 

Dienstag, 26.07.16 Ozeanologie für Dummies – oder: wie mein Roman entstand. Teil 1 „Die animalischen Protagonisten von Oasis“ bei Letannas Bücherblog

Mittwoch, 27.07.16 Ozeanologie für Dummies – oder: wie mein Roman entstand. Teil 2 „Die Schauplätze von Oasis“ bei mir  (http://mybookishdream.blogspot.de/ )

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8 Gedanken zu “Blogtour „Die Legende von Oasis“ – Tag 4

  1. Zeilenspringerin

    Wow, das war ein wirklich interessanter und vor allem informativer Post und ich habe das ein oder andere neue erfahren.
    Ich fand den Fakt mit dem Wetter und den Jahreszeiten im Meer echt faszinierend.
    LG Jessy

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    • Liebe Zeilenspringerin!

      HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

      Du darfst dich über ein Exemplar von „Die Legende von Oasis“ freuen.
      Bitte gib mir Deine Adresse auf, damit Janine Tallot Dir das Buch zusenden kann.

      Liebe Grüße
      Maren G. Bergmann

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  2. Hallo 🙂

    Alle, wirklich alle, aber wenn ich unbedingt eine Nummer nennen soll dann die 7.
    Ich danke dir für diese tolle Recherche. Einiges wusste ich davon echt nicht mehr, aber das ist schon krass. Das Meer kann gefährlich sein. Könnte die ganze Welt verschlucken, das ist irgendwie beängstigend.

    Nochmal Vielen Dank 🙂

    Alles Liebe
    Nadine

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  3. Anni Oettershagen

    Hallo,
    danke für die tollen Fakten. Das Meeresleuchten finde ich faszinierend. Ich würde das selbst gerne mal sehen, natürlich am liebsten aus dem All. Aber ich glaube, das wird nicht passieren.
    LG
    Anni

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  4. Sarah Trogisch

    Hallo,
    vielen Dank für deinen tollen,interessanten, informativen und vor allem spannenden Beitrag.
    Mich haben ja alle Fakten fasziniert, manche kannte ich auch schon durch den Geografie Unterricht(offensichtlich ist über die Ferien ja doch was hängen geblieben*grins*). Am meisten hat mich aber die Nummer 3, also die Pfiesteria fasziniert. Als ich den Text dazu gelesen habe, hat er mich sofort gefesselt, da mich dieses Pflanzen artige Wesen, welches sich bei bestimmten Sachen dann zu einem halben Tier verwandelt total neugierig gemacht hat und mich am meisten interessiert hat. Dieses ,,Wesen“ klingt für mich irgendwie total einzigartig, vor allem wenn sie sich ja in 24 verschiedene Stadien und Formen hin und her bewegen können, um dann Tiere zu erlegen, welche bis zu 10`000 mal größer sind, als sie selbst. Ich finde das total faszinieren und richtig spannend, zumal ich davon vorher noch nie gehört habe.
    LG Sarah

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  5. Jenny Siebentaler

    na am beeindruckendsten find ich ja immer noch die Biolumineszierende Quallen´die tief unter wasser in der Dunkelheit ein sicherlich wundervolles Schauspiel abgeben – welches ich mir zu gerne einmal ansehen würde wollen!
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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