Die geschützten Männer

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Das war mal eine Lektüre der besonderen Art.
Normalerweise findet man diese Romane nicht in meinem Bücherregal. Ich habe gerade eine ‚rebellische‘ Phase und  wollte mal etwas anderes lesen. Etwas neues ausprobieren. Dabei ist mir der Schmöker
„Die geschützten Männer“ von Robert Merle in die Hände gefallen.
Und was soll ich sagen …

So nehmen Männer also den Feminismus wahr. 😉

Keine Panik, liebe ‚Leser‘ dieses Blogs. Ich stelle Euch hier nicht an den Pranger.

Dennoch kann man dem Buch nicht absprechen, dass es von einem Mann geschrieben wurde.

Nachdem ein Virus die zeugungsfähigen Männer dahinrafft, können einige von ihnen ‚gerettet‘ werden. Diese Herren werden – zu ihrer Sicherheit – weit weg vom entstehenden Chaos in Isolation gehalten. Auch der Neurologe Ralph Martinelli gehört zu den Auserwählten. Zusammen mit mehreren Frauen und einen Mann, der sich freiwillig kastrieren ließ, um den Tod zu entkommen, arbeitetet er während dessen an einem Serum.
In der Zwischenzeit versuchen fanatische Frauenrechtlerinnen die Welt zu beherrschen und zu regieren.

Robert Merle dreht hier einmal den Spieß um, wenn er die Welt von Frauen regieren lässt. Allerdings geht er auch ins Extrem, denn die machthungrigen Anführerinnen haben mit Männern nichts im Sinn. Für sie sind Männer eher lästig wie Fliegen.
Die Frauen, die das anders sehen und dem männlichen Geschlecht gegenüber wohlwollend eingestellt sind, werden von der Regierung beobachtet.
Fieberhaft arbeitet Ralph an dem Gegenmittel und steht kurz vor der Vollendung, als er erfährt, dass die Präsidentin etwas ganz anderes im Schilde führt.

Die Frauen kommen in diesem Roman nicht wirklich gut weg. Zudem bedient sich der Autor einiger Klischees, die bei mir jedoch eher zur Unterhaltung beitrugen, und mich zum Schmunzeln brachten.
Für Frauenrechtler und Feministinnen muss dieser Roman ein Dorn im Auge sein.
Daher sollten ‚emanzipierte‘ Leserinnen diese Geschichte mit einem Augenzwinkern lesen oder die Finger davon lassen.

Ich, für meinen Teil, fand sie sehr amüsant.

Maren G. Bergmann

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