Tagebuch Teil 4

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Wunschträume 

Wann ist die beste Zeit zum Träumen, oder sich Wünsche zu erfüllen, wenn nicht während der Weihnachtszeit?

Haben Sie einen Traum?
Etwas, das Ihnen am Herzen liegt, doch es wird für immer unerreichbar bleiben?

Bestimmt, denn ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin, die sich gern Träume und Wünsche erfüllen möchte.

Dabei bin ich in der glücklichen Lage und habe mir bereits viele meiner Träume erfüllen können. Doch dieser Eine wird für mich wohl immer unerreichbar bleiben.

Warum?
Weil der Traum unbezahlbar ist?

Ich denke, mit Geld kann man vieles kaufen.  Im Moment fehlen mir dazu allerdings die nötigen Mittel. Dennoch wäre das kein Hindernis.
Nein. Daran liegt es nicht.

Weil er vielleicht unrealistisch ist?
Das passt schon eher ins Profil.
Dabei wurde mein Herzenswunsch erst  1998 ins ewige Reich der Träume verbannt. Davor hätte ich vielleicht eine klitzekleine Chance gehabt.

Chance vertan – werden Sie jetzt sagen.
Schon möglich.

Als ich 1987 die Flugtage auf Ramstein besuchte – es war das Jahr bevor sich das tragische Unglück ereignete – ging das Gerücht herum, dass eine SR 71 ebenfalls auf dem Gelände stehen sollte.

Ich packte meinen Fotoapparat ein und ging mit klopfendem Herzen über das Gelände.

Es gab dort viele Jets, unter anderem sogar eine Harrier, zu sehen. Doch auch, nachdem ich bereits über zwei Stunden lang das Gelände erkundet hatte, bekam ich keine ‚Blackbird‘ vor die Linse.

Damals galt der Überschalljet mit einer Reisegeschwindigkeit von Mach 3 noch als Geheimwaffe und durfte nicht öffentlich präsentiert werden. Zumindest war das die Erklärung, die mir ein damaliger Freund, der bei der Bundeswehr in Ramstein stationiert war, gab.
Trotz meines intensiven Drängens ließ er sich nicht erweichen. Wenigstens stand ich nicht allein da, denn niemand von den Besuchern bekam sie zu sehen.
Enttäuscht verließ ich nach der Flugshow das Gelände.

Ich würde zu gern einmal in einer SR-71 mitfliegen. Erfahren, wie es ist, in so einer wunderschönen und eleganten Maschine zu sitzen und die Länder mit 3.500 Kilometern pro Stunde, oder 1.000 Meter pro Sekunde, unter sich vorbeiziehen zu sehen.
Das tolle an der Blackbird war, je schneller sie flog, desto weniger Sprit verbrauchte sie.
Daran sollte sich die heutige Autoindustrie mal ein Beispiel nehmen …

Insgesamt gab es nur 86 Piloten, die die SR-71 fliegen konnten. Ein nicht immer leichtes Unterfangen, stellt man sich einmal vor, wie viel Konzentration bereits ein Formel-1 Rennfahrer benötigt, um den Wagen unter Kontrolle zu halten. Zudem war das Design außergewöhnlich:
ein breiter Rumpf, die lange Nase und die gewaltigen Turbinen, forderten dem Piloten alles ab, um die Maschine zu beherrschen.
Doch wenn man einen wilden Hengst reiten will, nimmt man diese Herausforderung wohl gern an. 😉

Als Material verwendete man beim Bau Titan. Es ist leicht und stabil. Zudem liegt der Schmelzpunkt von Titan bei über 1.600 Grad Celsius. Ist also wie geschaffen für die Verwendung im Flugzeugbau, bedenkt man, dass die Außenhaut schnell mal über 400 Grad Celsius Reibungshitze ertragen muss.  Dumm nur, dass dieses Material sehr selten und somit sehr teuer ist. Zudem ist Titan nur sehr schwer zu verarbeiten.

Leider wurde die Blackbird  1998 außer Betrieb gestellt.
Während ihrer aktiven Zeit stürzten insgesamt  12 Maschinen ab. Bei einen der Abstürze kam ein Mensch ums Leben.

Bis heute wurde ihr Rekord, das schnellste Flugzeug der Welt zu sein, nicht gebrochen. jet-534871_1280

Die Hoffnung, einmal in einer Blackbird zu fliegen, werde ich wohl in meiner Liste der nicht realisierbaren Wünsche und Träume hinzufügen müssen.

Haben Sie einen ähnlichen Wunsch oder Traum?

Maren G. Bergmann

 

 

 

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